Berlin  
Schiffbauerdamm 
 
 
Berliner Ensemble
 
 
  
VerkehrsanbindungBahnhof Berlin-Friedrichstraße 
 
Ganymed  RESTAURANT • BISTRO 
Künstlerrestaurant seit den 30er Jahren,  großer Biergarten 
Schiffbauerdamm 5 • 10117 Berlin 
T 030/28 59 90 46   
 
Der Schiffbauerdamm wurde um 
die Wende zum 18. Jahrhundert als 
„Treckschutendamm" bezeichnet. 
Der Name bezog sich auf flache, 
durchs Wasser gezogene Gondeln, 
die zwischen Berlin und Charlotten- 
burg verkehrten und für deren Zug- 
pferde man am nördlichen Spree- 
ufer einen Damm aufgeschüttet 
hatte. Hier auf der Strecke zwi- 
schen der Weidendammer Brücke 
und dem Unterbaum - einer Holz- 
barriere, mit der die Spree für 
Wasserfahrzeuge gesperrt werdend 
konnte - siedelten sich auch bereits 
in dieser Zeit die ersten Schiffbauer 
an, nach denen die Straße dann im 
Jahr 1738 offiziell benannt wurde. 
Andere frühe Gewerbe entstanden 
dann in der Folgezeit: eine Kalk- 
brennerei, Gerbereien, eine Kattun- 
druckerei und eine Tabakmanu- 
faktur. 1761 erwarb Veitel Heine 
Ephraim, Hofjuwelier und Finanzier 
Friedrichs des Großen, mehrere 
große Grundstücke in diesem 
Gebiet, auf dessen Gelände mehr 
als zwei Jahrhunderte später die 
neugegründete AEG ihr erstes 
Verwaltungsgebäude errichten 
ließ.1867 entstand auf dem 
Grundstück Schiffbauerdamm 
2 die erste von insgesamt 16 
Berliner Markthallen, die 
jedoch von den Berlinern nicht 
angenommen wurde.
Das  bankrotte Unternehmen 
kaufte der Berliner Zirkuskönig 
Renz, der hier ein Großunter- 
nehmen mit 4000 Plätzen 
aufbaute. Von dessen Nach- 
folger Schumann übernahm 
der Regisseur und Theaterun- 
ternehmer Max Reinhardt 
1918 das Gebäude und richte- 
te - nach einer furiosen bauli- 
chen Umgestaltung durch den 
Architekten Max Poelzig - mit 
dem „Großen Schauspielhaus" 
eine höchst erfolgreiche 
Spielstätte ein. Nach dem 2. 
Weltkrieg residierte hier das 
„Palast-Variete der 3000", aus 
dem schließlich der alte 
Friedrichstadtpalast hervor- 
ging, indem 1980 die letzte 
Vorstellung stattfand. 
Heute prägt eine andere 
Spielstätte das Image der Straße: 
das um die Jahrhundertwende 
begründete „Theater am Schiffbauerdamm", das 
Bertolt Brecht und Helene 
Weigel 1954 mit ihrem „Berli- 
ner Ensemble" bezogen, hat 
nicht nur durch die Urauf- 
führung der „Dreigroschen- 
oper" im Jahr 1928 - Theatei 
geschichte gemacht und wird 
sicherlich auch in der näherer 
Zukunft eine der interessan- 
testen Bühnen Berlins sein.
 
STÄNDIGE VERTRETUNG  
Ein Bonner Gastwirt in Berlin 
Schiffbauerdamm 8 • 10117 Berlin 
Tel 030/2 82 39 65 
 
 
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