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Potsdam  
 Rundgang durch die Parks von Sanssouci und Charlottenhof 
 

 

OBI Bau- und Heimwerkermarkt
 

 

 Der Rundgang beginnt am Obeliskportal 
(1747 G. W. v. Knobelsdorff), führt zu- 
nächst ein Stück auf der Hauptallee 
entlang, dann nach rechts zur Nep- 
tungrotte (G. W. v. Knobelsdorff) und 
bergan zur Bildergalerie (1755, J. G. 
Büring), das in der Museumsge- 
schichte das erste Gebäude ist, das 
speziell für die Aufbewahrung von 
Bildern erbaut wurde. Hier sind 
124 Werke der italienischen Renais- 
sance und des italienischen, flämi- 
schen und niederländischen Barocks 
zu betrachten. Neben der Bildergale- 
rie liegt Schloß Sanssouci. Von der 
oberen Terrasse Blick auf die Stadt 
und auf die große Fontäne mit 
15—18 m hohem Wasserspiel. Dem 
Schloß schließt sich, als Pendant zur 
Bildergalerie,  das  Gebäude  der 
Neuen Kammern (1747, G. W. v. Kno- 
belsdorfT), als Orangenhaus gebaut 
und später als Gästehaus von G. Ch. 
Unger umgestaltet, an. Davor Rosen- 
garten, daneben der Sizilianische Gar- 
ten und über der Maulbeerallee der 
Nordische Garten (beide 1857 von 
P. J. Lenne), durch den der Weg zum 
Orangerieschloß führt. Hier lohnt ein 
Besuch des Botanischen Gartens und 
des Belvedere auf dem Drachenberg. 
Der Botanische Garten wurde 1950 
 aus dem einst von Hofgärtner H. L. 
Sello geschaffenen Paradiesgarten ge- 
staltet, 6000 Seltenheiten aus aller 
Welt unter Glas und im Freien.

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Das Belvedere auf dem Drachenberg ent- 
stand von 1770 bis 1772 nach italieni- 
schem Vorbild (Entwürfe von G. Ch. 
Unger), ein zweigeschossiges, rundes 
Gebäude mit Säulenumgang und weit- 
ausschwingender Treppe. 1945 ist das 
Schloß ausgebrannt, der Wiederauf- 
bau ist vorgesehen. Das Drachenhaus, 
ebenfalls 1770 von G. Ch. Unger ent- 
worfen, entstand nach dem Vorbild 
der Pagode Kew Garden, es wird jetzt 
als Gaststätte genutzt. Vom Orange- 
rieschloß führt der Rundgang die Ter- 
rassen hinab zum Hauptweg, vorbei 
am Freundschaftstempel (wie Anti- 
kentempel 1768/69 von C.v. Gontard) 
zum Neuen Palais und von hier in den 
Park Charlottenhof, am See vorbei zu 
den Römischen Bädern und zurück in 
den Park von Sanssouci. Hier steht 
das Chinesische Teehaus (1754, J. G. 
Büring). Die Säulen wurden als Pal- 
men gestaltet und stützen ein zeltähn- 
liches Dach, vergoldete Sandsteinfigu- 
ren stellen Musikanten und teetrin- 
kende und speisende Chinesen dar; 
das Teehaus wurde 1970 restauriert. 
Der Rundgang führt am Bach entlang 
und in den Marly-Garten, dem ehe- 
maligen Küchengarten , der von P. J. 
 Lenne mit dem Komplex Friedenskir- 
che ebenfalls zu einem harmonischen 
Parkteil gestaltet wurde. Am Ab- 
schluß des Rundganges die Friedens- 
kirche (1844-54, L. Persius, L. F. 
Hesse und A. Stüler), nach dem Vor- 
bild der frühchristlichen Basilika St. 
Clemente in Rom mit siebengeschos- 
siger Campanile errichtet. 
 
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